Archiv der Kategorie 'Militärforschung'

Die Uni sagt Hallo – Das inszenierte Spektakel und die Schattenseiten des Studierens

Willkommen an der Uni Rostock, liebe Landflüchtige, Exilberliner*innen und Hiergebliebene. Die Uni zeigt sich auf dem Campus-Tag von ihrer besten Seite: Massig Werbegeschenke, ein paar Workshops und Hilfe beim Stundenplan gibt es ebenso, wie ein Grußwort des Rektors. Dieses lobt selbstverständlich die Vielfalt, Offenheit und Toleranz der altehrwürdigen Universität in den höchsten Tönen. Hochschulgruppen und andere Initiativen nutzen die hier gebotene Fläche, um zu präsentieren, wie man neben dem Studieren auch noch die Umwelt retten oder sich schon bald die nötigen Sporen in der Studierendenpolitik verdienen kann.
Um nicht selbst dem Modus puren Ehrenamtsmanagements und Imagepflege zu verfallen, haben wir die letzten Jahre unter anderem dafür genutzt, ein bisschen hinter die schöne Fassade zu gucken und die dort gefundenen Zustände zu veröffentlichen. Wir finden, dass auch und gerade Erstis Zugang zu solchen Informationen haben sollten, um einen realistischen Überblick zu bekommen, wo sie eigentlich gelandet sind.
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Theatergruppe veralbert Wensierski und Mackenthun

Wie wir per E-Mail erfahren haben, mussten es sich Dekan von Wensierski und Prodekanin Mackenthun gestern bei einer Lesung von Snowden-Briefen gefallen lassen, sich mit einer Theater-Inszenierung veralbern zu lassen. Ein „Theater-Kommando Nebelkerze“ hatte sich als „anthropromorphe Personalisierung der Überwachung“ verkleidet und verlieh den beiden den Titel „Überwachungs-Nebelkerze 2014″. Damit wollte die Gruppe die Verdienste der beiden um die Vernebelung der alltäglichen Überwachung an der Uni Rostock mit einem Ehrenpreis würdigen. Die beiden hätten einen fetten PR-Gag mit dem Medienspektakel um die Ehrendoktorwürde für Snowden angezettelt, schwiegen aber konsequent zu den Problemen vor ihrer Bürotür.

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Kommentar zum Statement von Frau Mackentum zur BND-Connection

Angesichts der Berichterstattung in der Taz sah sich Frau Prof. Dr. Mackenthun, Mit-Initiatorin des „Dr. für Snowden“-PR-Gags offensichtlich zu einem Minimalmal-Statement genötigt. In einem Leserbrief vom 20.8.2014 stört sie sich vor allem an der Bezeichnung „PR-Gag“ für ihren PR-Gag. Daneben rechtfertigt sie vor allem langatmig die angestrebte Verleiung der Ehrendoktorwürde. Gegen Ende gibt die selbsternannte Kämpferin gegen Massenüberwachung und Geheimdienste dann aber doch noch eine maximal weichgespülte Stellungnahme zu den Kooperationen zwischen BND, Grawis und Uni Rostock ab.

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Nach taz-Artikel: Prof. Mackenthum schreibt LeserInnenbrief

Nach der taz-Berichterstattung über die Verbindungen der Uni Rostock zur Überwachungssoftware „Textrapic“ des BND nimmt Frau Prof. Dr. Mackenthun maximalmöglichst weichgespült Stellung zur Angelegenheit. Frau Mackenthun ist Mitglied im Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät und MitunterzeichnerIn des Antrags, Edward Snowden die Ehrendoktorwürde zu verleihen. Erwartungsgemäß hat Frau Mackenthum wenig Verständnis dafür, dass ihr Snowden-PR-Gag als „PR-Gag“ bezeichnet wird. Außerdem weist sie die Forderung, sie solle sich angesichts der Snowden-Kampagne auch vor Ort in Rostock gegen Massenüberwachung engagieren, um nicht die politische Glaubwürdigkeit zu verlieren, von sich. Die Geisteswissenschaften seien kein Reperaturbetrieb.
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nnn berichtet zu Textrapic

Die Norddeutsche Neueste Nachrichten berichtete am Montag, den 18.8. zu Textrapic.

http://www.nnn.de/lokales/rostock/software-fuer-die-bundeswehr-id7431216.html

Interessant an dem Artikel ist, wie Stefan Pforte, der GRAWIS-Geschäftsführer, seine Kooperation mit der Bundeswehr klein redet, und dem parlamentarischen Staatsekretär im Bundesministeriums des Inneren unterstellt, die Unwahrheit zu sagen.

taz berichtet zur BND-Connection

Die taz berichtet in ihrer Wochenendausgabe zur BND-Connection der „Snowden-Universität“ Rostock. Besonders interessant an dem Artikel ist, dass Stefan Pforte, der Gründer von GRAWIS, einräumt, dass es mit der Uni Rostock gemeinsam gestellte Förderanträge gäbe.

Und von der Philosophischen Fakultät positioniert sich natürlich bisher niemand zu der delikaten Angelegenheit…

Mehr Infos:
http://www.taz.de/Uni-Rostock-und-Spaehsoftware/!144255/

Trotz Snowden: Uni Rostock kooperiert mit Bundeswehr und BND bei Internet-Überwachung

Im Frühjahr hatte Hans-Jürgen von Wensierski, Dekan der Philosophischen Fakultät der Uni Rostock und treibende Kraft hinter dem Ansinnen, dem Ex-Geheimdienstmitarbeiter und „Whistleblower“ Edward Snowden die Ehrendoktorwürde zu verleihen, in einem Zeitungs-Interview noch davon gesprochen, sich gegen Massenüberwachung auflehnen zu wollen: „Ich will die NSA wahrlich nicht mit der Stasi gleichsetzen, aber ich will meinen Teil dazu beitragen, mich gegen Massenüberwachung aufzulehnen.“ Würde der Dekan solche Sätze ernst meinen, hätte er jetzt eine gute Gelegenheit, für die er nicht einmal weit fahren müsste. Denn ausgerechnet die „Snowden-Universität“ Rostock ist an den aktuellen Internet-Überwachungsplänen der Bundeswehr und des als „Bundesnachrichtendienst“ (BND) verharmlosten Geheimdienst beteiligt.
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Offene E-Mail an die MitgliederInnen des Fakultätsrates der Philosophischen Fakultät der Uni Rostock.

Sehr geehrter Herr Wensierksi, Sehr geehrte Frau Mackenthun, Sehr geehrte Frau Prommer, sehr geehrte Damen und Herren,

falls der von Ihnen inszenierte Wirbel im die mögliche Ehrendoktorwürde für Edward Snowden nicht nur ein billiger PR-Gag sein sollte, und Sie es wider erwarten tatsächlich ernst meinen mit ihrem Engagement gegen Massenüberwachung, ist nun der Moment gekommen, Zweifeln an Ihren lauteren Absichten entgegen zu wirken.
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Lehre im Dienste des Krieges – Der Einmarsch der Bundeswehr in die Bildungsinstitutionen

Eine universitäre Veranstaltung?

Auch in diesem Jahr findet wieder die Projektwoche an der Universität Rostock statt. Doch wird dieses Mal ein ganz besonderes Angebot ermöglicht – das Planspiel POL&IS der Bundeswehr. Den organisatorischen Rahmen schaffen Fr. Dr. Heinrich und das Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften. Dem Ankündigungsschreiben ist zu entnehmen, dass sich Frau Heinrich der Problematik durchaus bewusst ist, die Bundeswehr an die Uni zu holen, beziehungsweise die StudentInnen in die Kaserne zu schicken.(1) Auch wenn betont wird, dass es sich um keine universitäre Veranstaltung handele, ist der Rahmen trotzdem klar – durch das Uni Rostock-Logo am Kopf des Ankündigungsschreibens und die Eintragung auf stud.ip. Die um Nachwuchs besorgte Bundeswehr kommt an die Hochschulen, um durch werdende LehrerInnen gleich doppelte Rekrutierungsarbeit zu gewährleisten. Sind diese erst einmal überzeugt, sind Einladungen in die zukünftigen Schulen der Lehramts-StudentInnen für die nächsten Jahre gesichert.

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Uni Rostock verstößt mal wieder gegen die Zivilklausel

Die Uni Rostock hat sich in ihrer Grundordnung mit einer sogenannten Zivilklausel darauf verzichtet, keine militärischen Forschungsprojekte durchzuführen. Einem NDR-Bericht zufolge verstieß die Universität Rostock in den Jahren 2011-2013 gegen ihre eigene Zivilklausel. An der Fakultät für Maschinentechnik und Schiffsbau sei in diesen Jahren ein Forschungsprojekt zum Aufspüren von Seeminen vom deutschen Militär mit 330.000 Euro unterstützt worden. Laut dem damaligen Pressesprecher der Uni, Ulrich Ben Vetter, sei das kein Problem für die Zivilklausel, da das Projekt ein „humanitäres Vorhaben“ sei.
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