Archiv der Kategorie 'Burschenschaften'

Die Uni sagt Hallo – Das inszenierte Spektakel und die Schattenseiten des Studierens

Willkommen an der Uni Rostock, liebe Landflüchtige, Exilberliner*innen und Hiergebliebene. Die Uni zeigt sich auf dem Campus-Tag von ihrer besten Seite: Massig Werbegeschenke, ein paar Workshops und Hilfe beim Stundenplan gibt es ebenso, wie ein Grußwort des Rektors. Dieses lobt selbstverständlich die Vielfalt, Offenheit und Toleranz der altehrwürdigen Universität in den höchsten Tönen. Hochschulgruppen und andere Initiativen nutzen die hier gebotene Fläche, um zu präsentieren, wie man neben dem Studieren auch noch die Umwelt retten oder sich schon bald die nötigen Sporen in der Studierendenpolitik verdienen kann.
Um nicht selbst dem Modus puren Ehrenamtsmanagements und Imagepflege zu verfallen, haben wir die letzten Jahre unter anderem dafür genutzt, ein bisschen hinter die schöne Fassade zu gucken und die dort gefundenen Zustände zu veröffentlichen. Wir finden, dass auch und gerade Erstis Zugang zu solchen Informationen haben sollten, um einen realistischen Überblick zu bekommen, wo sie eigentlich gelandet sind.
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Bio-Deutsche zwischen Kant und KZ-Aufsehern

Auch die Burschenschaft Redaria Allemannia Rostock trägt ihren Teil zur Rassismus-Krise (meist als Flüchtlingskrise bezeichnet) in Deutschland bei. Sie schmieren aber keine Stullen für Geflüchtete in Rostock und bereiten keine Notunterkünfte vor. Die Burschen sind primär besorgt – und wie so oft um die Janusfratze ihrer Volksgenossen. (mehr…)

Kritische Kritik Kritik Sieben: Holt euch ne Katze!

Ein Szenario:

Da sitzt Mann Mitte 20, korporiert (ergo: Zugang zu Alkohol), mit Internetzugang „auf Haus“, liest kritischeunihro.blogsport.de und fühlt sich aus irgendeinem Grund sehr angesprochen. Mögliche Ursache: „Gefrustete untervögelte Weiber“ haben einen Artikel über den altehrwürdigsten unserer Alumni und gleichzeitig den ältesten Alten Herrn verbrochen. (mehr…)

Glückwunsch. Sie sind sehr alt, Kamerad.

Der Rektor Wolfgang Schareck unterschreibt so manchen Wisch. In diesem Fall geht es um das 85. Doktorjubiläum des 109-jährigen Alumnus Dr. Hans Joachim Polthier. Dieser schrieb sich 1928 für das Jurastudium in Rostock ein, wo er 1930 promovierte. Davor studierte er in Freiburg, wurde 1925 Teil der Aktivitas des dortigen Corps Suevia und schloss dort lebenslange Freundschaften mit Faschisten – zu denen er bis heute steht.
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Re!Aktion reaktionaire Ein zweiter Blick in die Rostocker Verbindungsszene und deren Privilegiertensystem

Was haben Peter Raumsauer, Joseph Ratzinger und Hartmut Mehdorn gemeinsam? Sie alle waren in einer Studentenverbindung. Das wirft die Frage auf, inwiefern Burschenschaften & co. immernoch erfolgversprechend sind, was hier jedoch im >Konkreten< betrachtet werden soll - mit der Uni Rostock im Fokus. In diesem zweiten Teil sollen erneut einige lokale Studentenverbindungen, ihre Attraktivität für gewisses Klientel und was das eigentlich mit der Uni zu tun hat, näher beleuchtet werden.
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Re!Aktion reaktionaire Ein erster Blick in die Rostocker Verbindungsszene und deren aktuelle Umtriebe

Die Landsmannschaft Al!Baltia lud, augenscheinlich als Reaktion auf die ungemütlicher werdende Stimmung für Studentenverbindungen in Rostock, zum „Open Tresen“ auf ihr Haus ein. Das geschah unter dem Slogan „Burschis! Kritischer Blick auf eine studentische Verbindung…durch dich!“ und dem Allgemeinplatz „Vorurteile bekommst du geschenkt, Urteile musst du dir selbst bilden“. Warum lädt die Al!Baltia stellvertretend zu sich nach Hause ein, um Rechenschaft abzulegen? Zu Methoden, Historie und Kontroversitäten der Rostocker Verbindungsszene oder: warum wir nicht mit Burschis über Burschenschaften reden müssen – ein erster Teil. (mehr…)

Kann die Kritische Uni Dozierende stürzen?

In einer Online-Petition für die Verlängerung der Anstellung des Geschichts-Didaktikers und Corpsmitgliedes Sven Hartig fabulieren augenscheinlich ebenfalls aus Burschenschaften kommende Unterstützer „Links-faschismus“ und „Hexenjagd“. Für Sie scheint festzustehen, dass Herr Hartig aufgrund von „politischer Agitation“ gegen seine CorpsMitGliedschaft gehen muss. Da die Studierenden-Initiative „Kritische Uni“ die einzige Gruppe ist, die in den letzten Jahren den „Extremismus der Mitte“

http://kritischeunihro.blogsport.de/2013/10/14/extremismus-der-mitte-rostocker-profs-und-der-rechte-rand/

an der Uni Rostock thematisiert hat, fragen wir uns: „Können wir Dozierende stürzen?“

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Wie eine studentische Petition von Rechts vereinnahmt wird

Zur Zeit sammeln Studierende des Historischen Institutes an der Uni Rostock online Unterschriften für die Weiterbeschäftigung eines Corps-Mitgliedes im Wissenschaftsbetrieb. Nun droht das studentische Engagement von rechts vereinnahmt zu werden.
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Leserinnenbrief: Zeitzeugin-Dokument aus einem Mrotzek-Seminar

Wir haben einen Leserinnenbrief erhalten, in dem eine Studierende ihr Seminar bei Dr. Mrotzek resümiert. Dabei wird sowohl die Wirkung der Inhalte, als der spezifisch soziokulturelle Beat, den ein Seminar bei einem sexistischen chauvinistischen reaktionären Dozenten auf verständliche Art dargestellt. Darüber hinaus kritisiert der Brief unsere „Verteufelung“ von institutionaliserten Politikformen. Wir fanden den Text sehr interessant und kommen deshalb der Bitte um anonyme Veröffentlichung gerne nach.
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Aktionsauswertung „Extremismus der Mitte“ Teil 2

Im Wintersemester 2013/14 thematisierte in Rostock eine Gruppe namens „Kritische Uni“ öffentlich, dass es an der Uni mehrere Dozierende mit Verbindungen zu rechten Netzwerken und Ideologien gibt. Als Mittel ihrer Wahl nutzen die Studierenden dafür Flugblätter und einen Blog (Link zum Flugblatt mit den Vorwürfen). Die Aktion sorgte für ziemlichen Wirbel in der Stadt. Deshalb möchten wir in drei Teilen die Aktion öffentlich auswerten. Bereits erschienen ist eine chronologische Darstellung der Aktion und der Reaktion in und außerhalb der Universität Rostock. In der Chronologie wurde versucht, das Geschehen darzustellen, zu analysieren und vorsichtig zu interpretieren. Nun wagen wir auch ein die Aktion kritisch beleuchtendes Resümee.
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