Archiv der Kategorie 'AStA'

Die Uni sagt Hallo – Das inszenierte Spektakel und die Schattenseiten des Studierens

Willkommen an der Uni Rostock, liebe Landflüchtige, Exilberliner*innen und Hiergebliebene. Die Uni zeigt sich auf dem Campus-Tag von ihrer besten Seite: Massig Werbegeschenke, ein paar Workshops und Hilfe beim Stundenplan gibt es ebenso, wie ein Grußwort des Rektors. Dieses lobt selbstverständlich die Vielfalt, Offenheit und Toleranz der altehrwürdigen Universität in den höchsten Tönen. Hochschulgruppen und andere Initiativen nutzen die hier gebotene Fläche, um zu präsentieren, wie man neben dem Studieren auch noch die Umwelt retten oder sich schon bald die nötigen Sporen in der Studierendenpolitik verdienen kann.
Um nicht selbst dem Modus puren Ehrenamtsmanagements und Imagepflege zu verfallen, haben wir die letzten Jahre unter anderem dafür genutzt, ein bisschen hinter die schöne Fassade zu gucken und die dort gefundenen Zustände zu veröffentlichen. Wir finden, dass auch und gerade Erstis Zugang zu solchen Informationen haben sollten, um einen realistischen Überblick zu bekommen, wo sie eigentlich gelandet sind.
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Re!Aktion reaktionaire Ein zweiter Blick in die Rostocker Verbindungsszene und deren Privilegiertensystem

Was haben Peter Raumsauer, Joseph Ratzinger und Hartmut Mehdorn gemeinsam? Sie alle waren in einer Studentenverbindung. Das wirft die Frage auf, inwiefern Burschenschaften & co. immernoch erfolgversprechend sind, was hier jedoch im >Konkreten< betrachtet werden soll - mit der Uni Rostock im Fokus. In diesem zweiten Teil sollen erneut einige lokale Studentenverbindungen, ihre Attraktivität für gewisses Klientel und was das eigentlich mit der Uni zu tun hat, näher beleuchtet werden.
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Flugblattaktion ohne Repression – wo gibt’s denn so was?

Vergangene Woche verteilten kritische Student*innen Flugblätter an der TU- Dresden. Ziel war es, die kruden Thesen ihres Politikprofessors Werner Patzelt über die Pegida-Demonstrationen kritisch zu begleiten und öffentlichkeitswirksam Stellung zu beziehen.
Die Reaktion lässt nicht lange auf sich warten: Bereits am nächsten Tag gibt es eine Solidaritätsbekundung ausgerechnet aus dem Institut, an welchem auch Patzelts Lehrstuhl angegliedert ist. Die Kritische Uni Rostock ist entzückt über solch couragierte Student*innen und entsetzt über das Handeln des Institutes.
Eine Solidaritätsbekundung? Kein Ausschweigen, Distanzieren, Anzeigen, Verleumden, sich auf vermeintliche Regeln des Diskurses Berufen, um den eigenen Hintern schön im Trockenen zu behalten – wo kommen wir denn da hin?
Spaß bei Seite: Die Geschehnisse in Dresden werfen einige Gemeinsamkeiten, aber auch frappierende Unterschiede zu denen an der Uni Rostock auf, die im Folgenden gemeinsam mit der Causa ‚TU Dresden‘ benannt und analysiert werden sollen.

Die Pressemitteilung der Studierenden inklusive Flugblatt Link: https://www.addn.me/freiraeume/tu-studierende-mit-kritik-an-patzelt/
Die Stellungnahme der Universitätsangestellten: http://www.theorieblog.de/index.php/2015/01/pegida-pegida-kritik-und-die-dresdener-politikwissenschaft/

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HRO: Kritische Uni – Thema in Landespolitik

Die Norddeutsche Neueste Nachrichten haben der Kritischen Uni am 06.01.2015 die Seite 10 ihres Blattes gewidmet. Damit findet die Gruppe erstmalig seit ihrer ersten Aktion vor 1 1/2 Jahren im NNN Erwähnung. Der Artikel entfachte eine neuerliche Debatte über den Umgang mit kritischen Studierenden. Diese zieht mittlerweile Kreise bis auf Landesebene, wo sich die hochschulpolitischen Sprecher*innen der Parteien zu Wort melden.

NNN-Artikel 06.01.2015: http://www.nnn.de/mv-uebersicht/verfassungsschutz-befasst-sich-mit-anonymer-uni-gruppe-id8606146.html
NNN-Artikel 07.01.2015: http://www.nnn.de/mv-uebersicht/verfassungsschutz-sorgt-fuer-diskussionen-id8615471.html

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Willkommen im Diskurs

Wir haben es geschafft- wir sind Seite 10!
Naja, eigentlich ist Martin Warning, fleißigst am Arbeiten im AStA Büro, Seite 10 in der Norddeutsche Neueste Nachrichten vom 06.01.2015. Dürfte dieses „investigative“ Blatt doch nur Ehrendoktortitel vergeben…
Wir sind nicht nur Seite 10 im NNN oder Seite 94 im aktuellen Verfassungsschutzbericht, nein, wir sind auf der landespolitischen Bühne angekommen. Menschen aller größeren Parteien und die FDP äußern sich. Wir sind ganz bei Dr. Hikmat Al-Sabty: Der Verfassungsschutz hat nichts an der Universität zu suchen. Falls dieser Schulterschluss mit Die Linke nicht reicht, um es auch in den nächsten Verfassungsschutzbericht zu schaffen, vielleicht ergänzend: Der Verfassungsschutz hat seine Existenzberechtigung spätestens seit dem NSU gänzlich obsolet gemacht.
Aber ernsthaft, um das Niveau des aktuellen „Diskurses“ vielleicht doch noch zu steigern. Mit Spannung wurde der NNN-Artikel von uns erwartet, da es im Vorfeld einen kurzen E-Mail Kontakt mit der Journalistin gab, in der sie von uns Informationen zu unseren Vorwürfen geliefert bekommen hatte. Leider werden im Ergebnis unsere Sätze ausschnittsweise zitiert, um den Inhalt zu verschandeln und somit werden im Artikel aus offenkundig rechten, „angeblich“ rechte Tendenzen. Auffällig ist auch, dass alle Geschlechtsspezifika in männliche verwandelt wurden. Wieweit das mit den patriarchalen Strukturen der Zeitung in Verbindung steht, bleibt offen. (mehr…)

Studentisches Kolloquium anlässlich der Emeritierung Egon Flaigs

Die Pensionierung Prof. Egon Flaigs scheint für einige StudentInnen ein Anlass geworden zu sein, sich kritisch mit dessen Inhalten auseinanderzusetzen. Am Dienstag, den 8.7.2014, veranstaltet eine Gruppe Studierender ein „Gegenkolloquium“ anlässlich der universitären Feierlichkeiten zur Emeritierung Prof. Dr. Egon Flaigs am Ende der Woche.

Zum Ankündigungstext der Gruppe einen Kommentar.
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Aktionsauswertung „Extremismus der Mitte“ Teil 2

Im Wintersemester 2013/14 thematisierte in Rostock eine Gruppe namens „Kritische Uni“ öffentlich, dass es an der Uni mehrere Dozierende mit Verbindungen zu rechten Netzwerken und Ideologien gibt. Als Mittel ihrer Wahl nutzen die Studierenden dafür Flugblätter und einen Blog (Link zum Flugblatt mit den Vorwürfen). Die Aktion sorgte für ziemlichen Wirbel in der Stadt. Deshalb möchten wir in drei Teilen die Aktion öffentlich auswerten. Bereits erschienen ist eine chronologische Darstellung der Aktion und der Reaktion in und außerhalb der Universität Rostock. In der Chronologie wurde versucht, das Geschehen darzustellen, zu analysieren und vorsichtig zu interpretieren. Nun wagen wir auch ein die Aktion kritisch beleuchtendes Resümee.
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Die Flugblattaktion “Extremismus der Mitte” an der Uni Rostock Kritischer Rückblick und Versuch einer Auswertung

Im Wintersemester 2013/14 thematisierte in Rostock eine Gruppe namens „Kritische Uni“ öffentlich, dass es an der Uni mehrere Dozierende mit Verbindungen zu rechten Netzwerken und Ideologien gibt. Als Mittel ihrer Wahl nutzen die Studierenden dafür Flugblätter und einen Blog (Link zum Flugblatt mit den Vorwürfen ). Die Aktion sorgte für ziemlichen Wirbel in der Stadt. Deshalb möchten wir in drei Teilen die Aktion öffentlich auswerten. Im Folgenden soll versucht werden, das Geschehen darzustellen, zu analysieren und vorsichtig zu interpretieren. Daraufhin wagen wir auch ein die Aktion kritisch beleuchtendes Resümee. Zuletzt folgt eine Darstellung der häufigsten Erwiderungen auf den Flyer und einige Erklärungen dazu.
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Kommentar zur Asta-Veranstaltung „Rechte Intellektuelle und die neue Rechte“

Am 22.1.2014 veranstaltete der Asta der Uni Rostock eine Veranstaltung unter dem Motto: „Die neue Rechte“. Als Referent eingeladen war Hel­mut Kel­ler­shohn (Du­is­bur­ger In­sti­tut für Sprach-​ und So­zi­al­for­schung). Da die Hochschulgruppe SDS schon eine relativ gute Darstellung des Abends verfasst hat , sei es hier bei einem Kommentar belassen.
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