HRO: UniSpiegel-Kommentar von Kritische Uni Rostock

Das Münkler-Watch Blog hat in den letzten Monaten für Furore gesorgt. Nun berichtet der UniSpiegel in einem Leitartikel resümierend über bloggende Studierende. Die Kritische Uni Rostock nutzt die Gelegenheit, um auf ihrem Blog den Artikel zu kommentieren. Dabei entlarven sie ein weiteres Mal den bürgerlichen Extremismus der Professoren .

Der Schwarze- Blog – er funktioniert
Eindrucksvoll weiß der UniSpiegel-Autor die Leiden der Professoren in Szene zu setzen. Er berichtet von körperlichen und psychischen Folgen. Dabei konstruieren sie sich eine Hetzjagd, die wieder einmal die Inhalte der Kritik übergeht. Es wird sich an der Form des anonymen Auftretens der Studierenden festgeklammert. Diese hysterische Reaktion lässt darauf schließen, dass die Studierenden erfolgreich waren. Frank*a Schmidt, Pressersprecher*in der Kritischen Uni dazu: „Es ist schockierend und interessant, wie hilflos Personen mit Lehrauftrag auf inhaltliche Kritik reagieren“.

Verschwörungstheorien
Auch die Aufmachung des UniSpiegels sei ein deutliches Zeichen dafür, dass Rassismus, Sexismus und Deutschtümelei in der Gesellschaft keine Störung ihrer Existenz dulden. Es wird das Bild von klandestin arbeitenden Verschwörern konstruiert, deren einziges Ziel in der Zerstörung von Existenzen zu finden sei. Dabei finden die Professoren für eigene Studierenden Worte wie: „Feiglinge“, „Irre“ und „Fanatiker“. Dem setzt Frank*a Schmidt entgegen: „Unser Ziel ist es Kritik an Deutschen Zuständen und ihren Zusammenhängen darzustellen, vor allem dort, wo diese nicht zu Wort kommen kann.”

Gesinnungspolizei

Diese Zustände zeigen sich eben auch darin, dass eine Selbst- und Fremdinszenierung als Opfer von Verfolgung gesetzt wird. Hier finden sich starke Ähnlichkeiten mit dem Agieren von anderen Rechten und Neu- Rechten Bewegungen. So erinnert die Kritik und ihr Vokabular auffällig an die von Maskulisten oder “besorgten Eltern”, die Feminist*innen gerne als “Genderpolizei” und/oder “Feminazis” bezeichnen. „Wir können von Professoren erwarten, dass sie sich und ihre Sprache reflektieren. Wer allerdings mit solchen Bildern öffentlich arbeitet, muss sich der Kritik stellen“, fasst Frank*a Schmidt zusammen.

Schützenhilfe
Nachdem der Diskurs um Münkler schon vergessen schien, wird vom UniSpiegel Schützenhilfe geleistet. Der Autor des Artikels sucht das junge Publikum und zeigt dabei seine erzkonservativen Ansichten. Dass er damit ein prototypisches Exempel für Verschwörungstheorien, Täter-Opfer-Umkehr und den Extremismus der bürgerlichen Mitte liefert, scheint ihm nicht bewusst zu sein. Frank*a Schmidt: „An dieser Stelle müssen wir dem Autor eigentlich danken. Besseres Anschauungsmaterial ist kaum zu finden“.