HRO: Münkler-Watch: Pressemitteilung Kritische Uni Rostock

Die Kritische Uni Rostock kommentiert aktuell auf ihrem Blog die aktuellen Geschehnisse in Berlin um den Professor Herfried Münkler. Dieser geriet durch den Münkler-Watch in die Kritik seiner eigenen Studierenden. Neben der sich abzeichnenden Kontinuität kritischer Studierender, rückt die Kritische Uni die groteske Verteidigungsstrategie Münklers in den Vordergrund.

Das Gespenst der Kritik
Ein Gespenst geht um in Deutschland – das Gespenst in Form kritischer Studierender an deutschen Hochschulen. Der Münkler-Watch ist hier das aktuellste Beispiel der Kritik am Extremismus der Mitte. Die Pressesprecher*in der Kritischen Uni Rostock kommentiert: „Es ist ermutigend, dass sich langsam eine Kontinuität abzeichnet. Rostock, Dresden und jetzt Berlin.“

Angekommen in den Medien
Offenbar findet die Arbeit kritisch argumentativ arbeitender Studierender in der Medienlandschaft mehr Aufmerksamkeit. Spiegel, Neues Deutschland, FAZ, ZEIT und TAZ berichten. Doch zeichnen sich innerhalb dieses Diskurses die Herrschaftsmechanismen der heutigen Gesellschaft ab. Herfried Münkler weiß seine Position im akademischen Gefüge Deutschlands zu nutzen. Er bringt die Medien gegen seine Studierenden in Stellung und wird dabei sehr ausfallend.

Antisemitismusvorwurf als bürgerliches Rettungsboot

In einem Interview mit ZEIT fühlt sich Münkler an das Jahr 1933 erinnert. Er sieht antisemitische Muster in der Kritik an seiner Lehre. Die damit einhergehende Identifizierung mit den jüdischen Akademikern, die `33 ihres Amtes enthoben wurden, ist grotesk. Er verkennt damit die menschenverachtende Praxis der Deutschen während der NS-Zeit und nutzt sie als Todschlagargument. Frank_a Schmidt dazu: „Angesichts solcher geschichtsrevisionistischer Argumente muss die Frage gestellt werden, inwieweit Prof. Münkler eigentlich fähig ist seinem Lehrauftrag nachzukommen. In der Vergangenheit mussten Menschen für solche Kommentare schon ihren Hut nehmen.“.

Stellungnahme Münkler-Watch

Der Blog Münkler-Watch wendet sich mit einem offenen Brief an Prof. Münkler. Sie konfrontieren ihn mit der Reihe seiner schwachen Todschlagargumente. Damit liefern sie den Beweis, dass es keine gleichberechtigte Kommunikation bei ungleicher Verteilung der gesellschaftlichen Ressourcen geben kann. Und die diskursive Landschaft Deutschlands lässt sich offenbar bei der Aufrechterhaltung dieses Zustandes instrumentalisieren.