Archiv für Januar 2015

Per Konjunktiv in den VS-Bericht

Neben der NNN berichtet nun auch das ND über die Erwähnung und Hintergründe der Kritischen Uni im Verfassungschutzbericht.
Hier der Volltext:

Die »Kritische Uni« Rostock im Geheimdienst-Visier

»Extremismus der Mitte? Rostocker Profs und der rechte Rand«, lautet der Titel eines Flugblattes, auf dem die Initiative »Kritische Uni« einige Dozenten und wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität Rostock kritisch unter die Lupe nimmt. Dort wird einem Professor für Alte Geschichte vorgeworfen, in seinen Vorlesungen das Bild eines Kampfes der Kulturen zu zeichnen, bei dem sich östliche Barbaren und westliche Zivilisationen gegenüber stehen. Auch Mitgliedschaften in Burschenschaften oder die Publikationen bei Zeitungen am rechten Rand werden in der Flugschrift aufgeführt. Alle Behauptungen wurden mit Quellen belegt und keiner der aufgegeführten Personen ging juristisch gegen die Schrift vor. Dennoch wird ihr und der verantwortlichen Gruppen ein Absatz im Verfassungsschutzbericht von Mecklenburg-Vorpommern gewidmet.

»Ein dem Anschein nach linksextremistischer Hintergrund dürfte auch einer Outing-Aktion an der Rostocker Universität im Jahre 2013 zugrundeliegen, in deren Rahmen Dozenten des Historischen Instituts der Universität wegen ›Verbindungen ins rechte Milieu‹ bezichtigt wurden«, heißt es im Verfassungsschutzbericht. (mehr…)

HRO: Kritische Uni – Thema in Landespolitik

Die Norddeutsche Neueste Nachrichten haben der Kritischen Uni am 06.01.2015 die Seite 10 ihres Blattes gewidmet. Damit findet die Gruppe erstmalig seit ihrer ersten Aktion vor 1 1/2 Jahren im NNN Erwähnung. Der Artikel entfachte eine neuerliche Debatte über den Umgang mit kritischen Studierenden. Diese zieht mittlerweile Kreise bis auf Landesebene, wo sich die hochschulpolitischen Sprecher*innen der Parteien zu Wort melden.

NNN-Artikel 06.01.2015: http://www.nnn.de/mv-uebersicht/verfassungsschutz-befasst-sich-mit-anonymer-uni-gruppe-id8606146.html
NNN-Artikel 07.01.2015: http://www.nnn.de/mv-uebersicht/verfassungsschutz-sorgt-fuer-diskussionen-id8615471.html

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Willkommen im Diskurs

Wir haben es geschafft- wir sind Seite 10!
Naja, eigentlich ist Martin Warning, fleißigst am Arbeiten im AStA Büro, Seite 10 in der Norddeutsche Neueste Nachrichten vom 06.01.2015. Dürfte dieses „investigative“ Blatt doch nur Ehrendoktortitel vergeben…
Wir sind nicht nur Seite 10 im NNN oder Seite 94 im aktuellen Verfassungsschutzbericht, nein, wir sind auf der landespolitischen Bühne angekommen. Menschen aller größeren Parteien und die FDP äußern sich. Wir sind ganz bei Dr. Hikmat Al-Sabty: Der Verfassungsschutz hat nichts an der Universität zu suchen. Falls dieser Schulterschluss mit Die Linke nicht reicht, um es auch in den nächsten Verfassungsschutzbericht zu schaffen, vielleicht ergänzend: Der Verfassungsschutz hat seine Existenzberechtigung spätestens seit dem NSU gänzlich obsolet gemacht.
Aber ernsthaft, um das Niveau des aktuellen „Diskurses“ vielleicht doch noch zu steigern. Mit Spannung wurde der NNN-Artikel von uns erwartet, da es im Vorfeld einen kurzen E-Mail Kontakt mit der Journalistin gab, in der sie von uns Informationen zu unseren Vorwürfen geliefert bekommen hatte. Leider werden im Ergebnis unsere Sätze ausschnittsweise zitiert, um den Inhalt zu verschandeln und somit werden im Artikel aus offenkundig rechten, „angeblich“ rechte Tendenzen. Auffällig ist auch, dass alle Geschlechtsspezifika in männliche verwandelt wurden. Wieweit das mit den patriarchalen Strukturen der Zeitung in Verbindung steht, bleibt offen. (mehr…)

Aufgetischt – Burschen, Grüne und andere Geschmacklosigkeiten

Mit dem Versuch der Grünen Hochschulgruppe, sich und andere über die Umtriebe von korporierten Studenten an der Uni Rostock zu informieren, ist der aktuelle Diskurs über Studentenverbindungen in eine neue Runde gegangen. Bereits vor der Veranstaltung „Aufgetischt – von Ariererlassen und Couleurdamen“ am 10.12. waren Verbindungsmänner auf der Facebookseite der Veranstaltung präsent und hinterließen auf der grünen Pinnwand einiges an interessanten Einsichten in die burschikose Gedankenwelt, was die Grüne Hochschulgruppe leicht überzogen gar als „Bambule im Voraus“ betitelte.
Auch während der abendlichen Veranstaltung waren einige Korporierte anwesend. Eine gute Gelegenheit, dieses kleine Politikum einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, welches sich so stilvoll in die aktuellen Ereignisse rund um die Lebensbündler einfügt.
Im Folgenden sollen die Geschehnisse näher beleuchtet werden. Versäumnisse der VeranstalterInnen und Argumente werden auf diesem Wege aufgezeigt und in den Kontext gerückt. (mehr…)

Re!Aktion reaktionaire Ein erster Blick in die Rostocker Verbindungsszene und deren aktuelle Umtriebe

Die Landsmannschaft Al!Baltia lud, augenscheinlich als Reaktion auf die ungemütlicher werdende Stimmung für Studentenverbindungen in Rostock, zum „Open Tresen“ auf ihr Haus ein. Das geschah unter dem Slogan „Burschis! Kritischer Blick auf eine studentische Verbindung…durch dich!“ und dem Allgemeinplatz „Vorurteile bekommst du geschenkt, Urteile musst du dir selbst bilden“. Warum lädt die Al!Baltia stellvertretend zu sich nach Hause ein, um Rechenschaft abzulegen? Zu Methoden, Historie und Kontroversitäten der Rostocker Verbindungsszene oder: warum wir nicht mit Burschis über Burschenschaften reden müssen – ein erster Teil. (mehr…)