Kommentar zur Asta-Veranstaltung „Rechte Intellektuelle und die neue Rechte“

Am 22.1.2014 veranstaltete der Asta der Uni Rostock eine Veranstaltung unter dem Motto: „Die neue Rechte“. Als Referent eingeladen war Hel­mut Kel­ler­shohn (Du­is­bur­ger In­sti­tut für Sprach-​ und So­zi­al­for­schung). Da die Hochschulgruppe SDS schon eine relativ gute Darstellung des Abends verfasst hat , sei es hier bei einem Kommentar belassen.

Die Schwachstelle: Rostock
Die von vielen Leuten besuchte interessante Veranstaltung litt leider an einer ganz entscheidenen Schwachstelle: Rostock kam nicht vor. Und das war Absicht. Bereits die Veranstaltungsankündigung ließ befürchten, dass zu den Problemen in Rostock kein Wort verloren werden würde . Das Eingangsstatement der Asta-Referentin betonte zwar, dass die Veranstaltung eine Reaktion auf eine Flugblatt Aktion einer Gruppe namens „Kritischer Uni“ sei. Zu den konkreten Vorwürfen gegenüber Dozierenden am HI wurde kein Wort verloren. Lediglich der Fakt, dass der Pressesprecher der Uni, Ulrich Vetter, der neurechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ ein Statement gegeben habe, wurde problematisiert. Und so blieb der Asta konsequent bei seiner Verweigerungshaltung beim Beziehen von Positionen
Nicht einmal zu dem Problem, dass die Uni Studierende, die Flugblätter mit belegten Fakten verteilen, mit Strafanzeigen begegnet, konnte den VertreterInnen des Astas eine Positionierung entlocken.

Bald „Uni ohne Rassismus?“
Aber vielleicht muss man in gesellschaftlichen Verhältnissen wie der Uni Rostock froh sein, dass ein AStA eine Distanzierung von der Aktion bisher vermeidet. Und auch die Ankündigung, eine „Uni ohne Rassismus“ ins Leben zu rufen , ist begrüßenswert. Ob es sich dabei allerdings auch wieder nur um Augenwischerei handelt wird die nahe Zukunft zeigen. Ein AStA, der zum einen eine „Uni ohne Rassismus“ promoted und aber gleichzeitig wie in den letzten Jahren rassistische und nationalistische Burschenschaften auf dem vom asta organisierten Campustag duldet, könnte sich gleich wegen erwiesener Doppelmoral bei Uni-Leitung für Höheres bewerben.


1 Antwort auf „Kommentar zur Asta-Veranstaltung „Rechte Intellektuelle und die neue Rechte““


  1. 1 Studentisches Kolloquium anlässlich der Emeritierung Egon Flaigs « Kritische Uni Rostock Pingback am 06. Juli 2014 um 23:37 Uhr
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