KKK3: „Die Junge Union ist doch gar nicht rechts!“

Mit einer mehrteiligen Artikelserie wollen unsere Aktion „Extremismus der Mitte“ öffentlich auswerten. Im dritten Teil von „Kritische Kritik-Kritik“ erklären wir, warum die Junge Union in Rostock ein ganz spezieller Verein ist.

Die Junge Union
In unseren Veröffentlichungen spielt die JU am Rande eine Rolle. Laut der von Kombinat Fortschritt veröffentlichten Artikel ( http://kombinat-fortschritt.com/2012/03/07/kommentar-ob-der-hansestadt-rostock-macht-politik-mit-neonazi-forderung/ ) zur Auseinandersetzung um die Umbennung der Rostocker Ilja-Ehrenburg-Straße ist die JU in dieser Angelegenheit das Bindeglied zwischen den Stiefelnazis der NPD und den Extremisten aus der Mitte des Historischen Instituts.

Wie der obige Beleg zeigt, setzte die NDP die Forderung zur Umbenennung in die Welt, die JU griff sie mit den selben Argumenten auf und fand am Historischen Institut diskursgewichtige Fürsprecher in den Herren Professoren Sens, Mrotzek und Müller.

JU auf Nazi-Demos
Die Junge Union ist nun im nördlichen MV ein ganz spezieller Verein. 2007 fielen einige der konservativen Jungmänner auf, weil sie in Neubrandenburg an einem Aufmarsch der NPD teilnahmen, und daran nichts Schlechtes entdecken konnten, weil dies nur der politischen Bildung gedient habe ( http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=na&dig=2007%2F08%2F31%2Fa0141&cHash=79125d696599bce92a5bea898febc2a3 ).

Weitere Verbindungen der JU zu Neonazis dokumentierte Endstation Rechts im weiteren Verlauf der Affäre ( http://www.endstation-rechts.de/news/artikel/junge-union-ju-noch-tiefer-in-den-braunen-sumpf-verstrickt-demo-skandal-weitet-sich-aus.html ).

Hetze im Forum
Und wer sich ein Bild davon machen möchte, wie nah die damalige Junge Union programmatisch an der NPD dran war, kann sich anhand der von Links-lang dokumentierten Forum-Einträge ein Bild machen ( http://www.links-lang.de/presse/5983.php ).

Nazi-Konzerte
Im selben Jahr fand im im Rostocker „Moya“, das dem damaligen JU-Vorsitzenden Kai Mieske gehörte, ein Konzert einer Neonazi-Band statt, das von der Leitung der Location zusammen mit der Firma eines offen auftretenden Nazi organisiert wurde ( http://a3.blogsport.de/2007/05/08/neonazi-konzert-in-rostocker-innenstadt-geplant/ ). Dass das Wirken im Dunstkreis der JU am braunen Rand auch danach noch weiter ging, zeigt zum Beispiel auch dieser Bericht über eine Veranstaltung mit Eva Hermann im „Moya“ ( http://de.indymedia.org/2008/01/205303.shtml ). Darüber hinaus wird Mieske im Autorenverzeichnis der rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ aufgeführt ( http://jungefreiheit.de/informationen/autoren/ ).

„Rotlicht-Connection“, organisierte Kriminalität und Einfluss aus der Schill-Partei?
Nicht nur wegen der Nazi-Connections war den alten Granden der Mutterpartei der Nachwuchs nicht immer ganz geheuer. So bezweifelten 2005 sogar der damalige Fraktionsvorsitzender Rehberg und der CDU-Kreischef Detlev Göllner die „persönliche Integrität“ der JU-Führungsclique um Mieske und rückte diese in die Nähe der organisierten Kriminalität ( http://www.links-lang.de/presse/3144.php ). In diesem Text wird auch deutlich, woher der braune Wind kommt. So seien laut Göllner 2005 massiv Ex-Mitglieder der „Schill-Partei“ in die JU und die CDU eingetreten.

Rechte Seilschaft in Aktion?
Mit ihren weniger regelmäßig stattfindenden und vor Antikommunismus triefenden Protestaktionen zu Parteitagen der Partei „Die Linke“ und der Positionsbeibehaltung in der Angelegenheit „Ilja-Ehrenburg-Straße“ zeigt die JU, dass sich an der inhaltlichen Ausrichtung der JU seid damals wenig geändert haben kann. Die Connection von der JU zum HI läuft nun über u.a. Fred Mrotzek. Dieser ist, wie das Facebook-Profil der Jungkonservativen zeigt, dort gerne zu Gast.

Weitere Kritische Kritik-Kritiken:

KKK1: „Häh? Die Extremismus-Theorie ist unwissenschaftlich?“

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KKK3: „Die Junge Union ist doch gar nicht rechts!“

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KKK: Herr Gallus


4 Antworten auf „KKK3: „Die Junge Union ist doch gar nicht rechts!““


  1. 1 Christian Schwießelmann 18. April 2014 um 13:59 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    abgesehen von den zahlreichen Rechtschreibfehlern möchte ich Sie darauf hinweisen, dass ich niemals Mitglied der Jungen Union Rostock gewesen bin. Sie haben diese falsche Tatsachenbehauptung wahrscheinlich von anderen linksextremistischen Denunziantenplattformen wie Indymedia unkritisch übernommen. Fangen Sie endlich an ernsthaft zu studieren, statt ehrbare Akademiker zu denunzieren! Präsentieren Sie Fakten und keine Verleumdungen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Christian Schwießelmann

  1. 1 Uni Rostock: Erste Stellungnahme zur Flugblatt-Aktion gegen den „Extremismus der Mitte“ « Kritische Uni Rostock Pingback am 28. Januar 2014 um 17:44 Uhr
  2. 2 KKK4: „Aber Dr. Müller ist doch in der SPD!“ « Kritische Uni Rostock Pingback am 03. Februar 2014 um 1:45 Uhr
  3. 3 KKK3: „Die Junge Union ist doch gar nicht rechts!“ « Kritische Uni Rostock Pingback am 03. Februar 2014 um 1:46 Uhr
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