Kritische Uni vor 46 Jahren

Hier sei der geneigten LeserInnenschaft ein Artikel des Hamburger Nachrichten-Magazins „Der Spiegel“ aus dem ereignisträchtigem Jahre 1967 zur Lektüre empfohlen. Mit etwas distanziert-hochnäsiger Art wird dort über das Phänomen der „Kritischen Unis“, die sich im Jahr 1967 an vielen westdeutschen Universitäten gründen, berichtet. Der Artikel beleuchtet zum einen die Motivationen und Organisationsformen der mit der universitären Lehre unzufriedenen Studierenden. Und die Reaktionen der Uni-Leitungen werden dargestellt. Anschließend wird auf den Umgang der Studierenden damit wiederum eingegangen.

Nix verändert?
Beim Lesen bekommt man unweigerlich den Eindruck, dass sich seit 45 Jahren an der Art und Weise der Ausübung von Herrschaft in den Universitäten wenig geändert hat. Und das sich auch die naive-ungeschickt-ausprobierende-un erfolgreiche Herangehensweise von protestierenden Studierenden an diese Probleme nach wie vor sehr ähnlich ist.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46209406.html

Strukturelle Gründe für Zahnlosigkeit?
Wer nun noch Lust hat, mehr zu lesen, und vermutet, dass es für die Zahnlosigkeit von Studierendenprotesten strukturelle Gründe geben könnte, dem sei der folgende Text der Kritischen Uni Kassel empfohlen. Dort werden die gemachten Erfahrungen des Studie-Protestes 2009 ausgewertet und in größere Kontexte eingebettet (…soll nach der Lektüre noch jemand sagen, die von uns verwendete Sprache sei kompliziert und zu universitär…)

http://labandavaga.org/das-elend-der-studierenden-proteste-zur-kritik-am-bildungsstreik