Pressemitteilung zur Flugblattaktion

Sehr geehrte Damen und Herren.

Wir, die Gruppe „Kritische Uni“, haben in den ersten Semesterwochen einen Flyer mit dem Titel: „Extremismus der Mitte? Rostocker Profs und der rechte Rand“ in der Universität verteilt. Damit wollten wir darauf aufmerksam machen, dass einige Dozierende am historischen Institut rechte, antiemanzipatorische und autoritäre Positionen vertreten. Es sollten bewusst neue Student_innen angesprochen werden, damit etwaige Äußerungen von Dozierenden nicht kommentarlos stehen bleiben.

Wir haben uns dazu entschlossen eine Dokumentationshompage einzurichten, um solche Vorfälle und Einstellungen dokumentieren zu können. Außerdem sind wir davon überzeugt, dass diese Tatsachen nicht einfach stillschweigend hingenommen werden können und somit Flugblätter und Artikel der richtige Weg sind. Der Flyer nennt dabei Dr. Egon Flaig, der schon seit langem seine rechtspopulistische Einstellung in die Hörsäle trägt. Außerdem werden fünf weitere Dozierende am historischen Institut und der Pressesprecher der Universität Rostock genannt.

Das Flugblatt dokumentiert öffentliche Äußerungen, schriftliche Werke und Mitgliedschaften in Burschenschaften u.ä. So sind die am Historischen Institut (HI) beschäftigten Dozierenden Dr. Fred Mrotzek und Sven Hartig in Burschenschafts- und Copskreisen aktiv. Darüber hinaus halten wir Dr. Mrotzek und Ingo Sens (ebenfalls HI) die Teilnahme an einer antisemitisch konotierten Kampagne zur Umbenennenung der Rostocker Ilja-Ehrenburg-Straße vor. Des Weiteren werden Werner Müller (Emeritus am HI) und Alexander Gallus genannt. Sie propagieren die unwissenschaftliche Extremismustheorie. Der Pressesprecher der Universität Ulrich Vetter zeichnet in unseren Augen verantwortlich für die rassistischen Hetze der NNN vor dem Pogrom in Lichtenhagen, da er damals Leiter der Zeitung war.

Öffentlich einsehbar ist die Dokumentation im Internet unter http://kritischeunihro.blogsport.de/2013/10/14/extremismus-der-mitte-rostocker-profs-und-der-rechte-rand/#more-4

Offiziell hat sich bisher weder die Uni, noch eines der betroffenen Institute zu den Vorwürfen positioniert. Da unsere Anschuldigungen der Wahrheit entsprechen wird die Universität bei einer möglichen Stellungnahme dazu übergehen müssen uns als Gruppe zu diffamieren. Das wird sie tun, weil wir anonym agieren und uns somit vorgeworfen werden kann, dass wir uns einem „demokratischen Diskurs“ entziehen würden. Das ist jedoch die einzige Möglichkeit, Kritik gefahrlos zu äußern, da es auch in demokratischen Institutionen Machtverhältnisse gibt und uns sehr wohl bewusst ist, mit welchen direkten und indirekten Tricks auf Nestbeschmutzer_innen reagiert wird.


1 Antwort auf „Pressemitteilung zur Flugblattaktion“


  1. 1 Flugblätter gegen Professoren: Universität Rostock stellt Strafanzeige gegen linke Denunzianten « ZUERST! Pingback am 11. November 2013 um 14:00 Uhr
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